Im Juli 2020 starteten Fabian Schwerdtfeger und Tom Schimmelpfennig auf eine 1111 Kilometer lange Reise von Schwerin nach Paris. Das Ziel der beiden war eindeutig, zusammen wollten die beiden mit Muskelkraft auf Straßenkinder und Kinder ohne Zugang zu Bildung aufmerksam machen.

Die Vorbereitungen und Besonderheiten

Die zwei Fahrräder für die Tour
Die roten Drachen von der Firma 2-Rad Hansen

Wir von MissionStift schickten unseren Vorstand auf ein sportliches Abenteuer: 1111 Kilometer von Schwerin nach Paris, um damit auf Straßenkinder aufmerksam zu machen. Das besondere: Beide sind keine Radsportler, die regelmäßig weite Strecken fahren, sie haben zum ersten mal eine so lange Distanz und Zeit auf dem Fahrrad verbracht. Den Vorteil, den die beiden hatten: Unglaublich gute Fahrräder der Firma 2-Rad Hansen. Gleichzeitig wurde bei den Vorbereitungen natürlich großer Wert auf die Einhaltung der Corona-Regeln gelegt.

Der Start in Schwerin

Am 18. Juli 2020 um 11.11 Uhr ging es dann für Tom und Fabian endlich los. Beide waren unglaublich motiviert und die ersten Kilometer vergingen sehr schnell. Das Ziel der beiden war klar: Beide wollen Paris erreichen und so auf jene Kinder aufmerksam machen, die dringend Hilfe benötigen. Das erste Ziel war die Stadt Lüneburg, die sie zu später Stunde – sichtlich erschöpft, aber mehr als glücklich – erreichten.

»Man merkte von Tag zu Tag, dass es schwerer und anstrengender wurde, aber das Feedback der Menschen und unser Ziel war eine unglaubliche Motivation!« – Tom Schimmelpfennig

2 Freunde, 2 Fahrräder und ein Ziel: Bildung für Kinder!

Tom und Fabian an der Ruhr
Tom und Fabian an der Ruhr

Tom und Fabian fuhren weiter und von Tag zu Tag wurde es spürbar anstrengender, das schwere Gepäck, der Gegenwind und der ein oder andere Berg. Die beiden fuhren weiter von Lüneburg über Nienburg/Weser und Osnabrück nach Münster, bekannt als Fahrrad-Stadt. Ausserdem war Münster auch für diese Tour wichtig, denn dort sitzt die Firma 2-Rad Hansen, die für die Reise sowie für MissionStift ein wichtiger Partner war und ist, denn die »Roten Drachen« kamen von dort und leisteten uns stets treue Dienste.

Eine Social Reise, zu der es nicht nur zwei Sportler brauchte, sondern auch motivierte Menschen!

Tom und Fabian fuhren weiter von Münster nach Essen, Köln, Heerlen, Maastricht und Charleroi, der letzten Stadt vor Frankreich. Via Social Media informierten sie täglich über den aktuellen Tourverlauf , denn das große Ziel sollte immer im Vordergrund bleiben: Geld sammeln um Bildung zu ermöglichen. Die Reise wurde von vielen Menschen aktiv verfolgt, geteilt und unterstützt und nicht selten wurde gespannt gefragt, wo das nächste Update bleibt.

Unsere Botschaft und der Horror-Tag!

Täglich haben die zwei unsere Botschaft in die Welt getragen und die Menschen drauf aufmerksam gemacht und sind dabei auf viele interessierte Menschen getroffen. Sie durften viele tolle und nette Menschen kennen lernen, doch Frankreich werden beide nicht vergessen. Denn bereits nach den ersten Kilometern haben sich die zwei ordentlich verfahren und mussten sich durch Wälder mit vielen stacheligen Sträuchern kämpfen. Verzweiflung machte sich breit, aber nach vielen Kilometern ohne GPS reichte es ihnen! Sie sahen einen Stacheldrahtzaun in weiter Entfernung und dahinter war ein Feld. Also krochen beide zum Stacheldraht, sind unten durch und hoben die Fahrräder oben rüber. Glücklicherweise überlebten die Fahrräder das ohne Platten. Tom und Fabian gingen über das Feld und sahen in etwas Entfernung eine Straße! Glück gehabt. Die Fahrt konnte weiter gehen.

… es wurde später und später

Das Irren durch den Wald kostete sie viel Zeit und so wurde diese Etappe zur ersten Nachtetappe. Die Fahrt ging über sehr ruhige Straßen und kurz nach Mitternacht kamen sie endlich in ihrer Unterkunft an. Endlich geschafft!

»Wir fuhren und fuhren, aber die Kilometer wurden nicht weniger. Ich hatte kurz die Idee, Heuballen als eine Art Haus zu bauen. Damit wir dann dort übernachten. Doch wir motivierten uns gegenseitig die letzten Kilometer zu fahren! « – Fabian Schwerdtfeger

Die letzte Stadt vor Paris und die Ankunft in Paris

Fabian und Tom vor dem Eiffelturm
Fabian und Tom haben Paris erreicht.

Die Fahrt ging weiter nach Sossisons, die letzte Stadt vor Paris, d.h. kurz vor dem Ziel und bereits über 1000 Kilometer unter den Rädern. Es war klar – die letzten Kilometer bis Paris werden sie auch schaffe. Am 30. Juli 2020 sind sie in Paris angekommen, haben Höhen und Tiefen geschafft, mussten durch Wälder und Schlamm – aber nun waren beide endlich am Eiffelturm.

 

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»Mein Dank gilt jedem, der diese Reise unterstützt hat und uns so hilft, Kindern zu helfen. Egal ob Spender oder Menschen, die uns bei der Planung und Umsetzung geholfen haben. Ein besonderer Dank gilt auch Fabian, denn ohne ihn hätte ich es nicht geschafft.« – Tom Schimmelpfennig (Gründer der MissionStift)